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NAS Server selber bauen – so einfach geht’s

 

nas selber bauen

Mit folgender Anleitung lässt sich ein NAS Server selber bauen und mit bis zu vier 3,5-Zoll-Festplatten ganz einfach herstellen. Weil die Teile nur zusammengebaut werden müssen, kommen Anfänger damit ebenso zurecht wie Fortgeschrittene User. Die technische Basis stellt die Intel Braswell Refresh Architektur dar, die 2016 vorgestellt wurde und sparsamer als die Vorgängerarchitektur (Bay-Trail) ist.

Interessant ist der Eigenbau vor allem für User, die ihre Daten aus Gründen der Sicherheit verschlüsseln möchten. Doch weil Verschlüsselungen äußerst rechenintensiv sind, stoßen Fertig-Lösungen schnell an ihre Grenzen. Weil die neue Architektur AES-Ni unterstützt, lassen sich die Daten ohne Leistungsverlust schützen.

Als Betriebssystem empfiehlt sich das auf einem Debian Linux basierende OpenMediaVault, oder FreeNAS als Alternative. Theoretisch laufen aber auch Windows 8.1, Windows Server, Windows Home Server sowie Linux.


 Die 3 Besten NAS Server 2019 

 


 

 

Die CPU-Mainboard Kombination

NAS-Server im Test 2014

Für ein kleines und sparsames NAS eignet sich das neue ASRock J3160-ITX bestens. Hier ist im
Lieferumfang bereits ein Intel Celeron J3160, der in 14nm gefertigt wurde. Darüber hinaus bietet das ASRock J3160 Platz für einen bis zu 16 GB großen DDR3/DDR3L-1600 So-Dimm Arbeitsspeicher, mit einer Spannung von 1,35 oder 1,5 Volt. Das Mainboard akzeptiert aber nicht jeden Arbeitsspeicher – das gilt erst recht im Dual-Channel Modus. Optimal eignet sich deshalb die Kingston KVR16LS11/4.

Weil der Prozessor nur wenig Abwärme abgibt, lässt er sich problemlos kühlen. Ausgestattet ist das Mainboard mit vier SATA3 Ports, auf Wunsch unterstützt es zudem eine mPCle W-LAN Karte. Damit auch eine kleine Erweiterungskarte genutzt werden kann, ist zudem ein Pcle 2.0×1 Slot vorhanden. An der hinteren Blende befinden sich neben einer LAN-Schnittstelle, zwei USB 2 Ports, vier USB 3.0 Ports sowie moderne Grafikausgänge in Form eines Display-Ports, DVI 3 und HDMI. Zusätzlich können zwei weitere USB 3.0 sowie vier USB 2 Ports angeschlossen werden.




Das externe, passive Netzteil mit PicoPSU

Für eine bessere Energieeffizienz empfehlen sich das 72W Trafo Transformator Netzteil des Herstellers Scalar, das mit einer PicoPSU-90 ergänzt wird. Zwar ist diese Kombination etwas teurer als interne Netzteile, jedoch lässt sich der Verbrauch um rund vier Watt senken. Wer dennoch lieber auf ein internes Netzteil setzt, sollte sich für das be quiet! BN256 entscheiden.

Das Cooler Master Elite 120 Advanced gilt als hervorragendes 4-Bay NAS Gehäuse. Dieses ist mit einem gummierten Einlass ausgestattet, über welchen das externe Netzteil angeschlossen werden kann.


Als Systemfestplatte: SSD oder SLC-Stick

Bestens eignet sich eine SSD-Festplatte zur Installation des Betriebssystems – etwa die Kingston SS200S3 30GB SSD oder die Transcend SSD370 32GB SSD. Sollte im ASRock-Gehäuse kein Slot mehr für die Festplatte frei sein, kann eine SSD auch mit Klebeband befestigt werden, da eine Entkopplung nicht notwendig ist und auch keine Vibrationen abgegeben werden.

Als Alternative bietet sich ein USB-Stick mit SLC Speicherzellen an. Geeignete Modelle sind etwa der MXUB3SES-8G oder der MXUB3SES-16G des Herstellers MX-Technology. Um den USB-Stick ins Gehäuse zu bringen, eignet sich der Delock USB 3.0 PinHead auf 2x USB 3.0 Adapter. Mit dieser Lösung können die vier SATA-Ports komplett für Datenfestplatten genutzt werden.


Die Festplatten Seagate ST4000VN008 Interne Festplatte IronWolf 4 TB - 2

Als Datenfestplatten eignen sich die Western Digital Red sowie die Seagate NAS-Festplatten. Beide

verfügen über ein Time Limited Error Recovery (TEL)-Feature,
welches in einem Raid-Verbund für größere Stabilität sorgt. Generell sollten aber besser größere Festplatten benutzt werden statt mehrerer kleiner, dann ist der Energieverbrauch wesentlich niedriger. Die passenden Festplatten und Zubehör gibt es ab und zu im Sale auf Seiten wie dieser. Es lohnt sich dort etwas abzuwarten und einfach mal öfter reinzuschauen.

 

 

 Die Besten Festplatten 

 


So wird der NAS Server zusammengebaut

Weil der Prozessor bereits montiert ist, können auch Anfänger ihren NAS-Server rasch zusammenbauen. In das Mainboard muss dann nur noch der Arbeitsspeicher gesteckt werden. Anschließend wird die PicoPSU-90 auf den integrierten Power-Connector gesteckt. Nun werden die Datenfestplatten über zwei Schienen in dass Cooler Master Elite 120 Advanced-Gehäuse geschoben. Bei Bedarf kann die PicoPSU-90 weiter ausgebaut werden.


FreeNAS oder OpenMediaVault als Betriebssystem?

FreeNAS und OpenMediaVault unterscheiden sich sehr stark von einander. Wir empfehlen generell vorerst OpenMediaVault zu benutzen, da dies sehr viel einfacher in der Bedienung und Einrichtung ist und auch für Anfänger geeignet ist.

OpenMediaVault bietet bereits die normalen Raid-Level und das EXT4 Filesystem. AutoShutDown und WOL funkioniert ebenfalls sehr gut mit OpenMediaVault. So versetzt sich der NAS Server automatisch in den Standby wenn keine Clients verbunden sind. Kostenlose Downloads und alles weitere Wichtige über OpenMediaVault findet ihr auf http://www.openmediavault.org.


FreeNAS System – So geht es nach der Installation

Nach der Installation erhält das FreeNAS-System wie alle anderen Netzwerkspeicher im lokalen Netzwerk eine IP-Adresse über DHCP. Seine Funktionen stehen in einer einfachen, aber einfach zu bedienenden Weboberfläche zur Verfügung, die durch Plugins flexibel um zusätzliche Funktionen erweitert werden kann.

Dazu gehören beispielsweise die Unterstützung für Medienserver wie Plex Media Server, BitTorrent-Client oder Cloud-Dienste wie OwnCloud. Ein Systemmanager stellt dem Betriebssystem neue Funktionen und Updates zur Verfügung.

Wie seine Konkurrenten aus dem kommerziellen Lager beherrscht FreeNAS alle wichtigen Netzwerkprotokolle wie SMB / CIFS, NFS, AFP, FTP, iSCSI und WebDAV kommunizieren mit Windows-PCs genauso einfach wie mit Linux- oder Mac-Maschinen.

Mit seinem ZFS-Dateisystem kann das schlanke NAS-Betriebssystem nicht nur ein Software-RAID erstellen, sondern auch Daten mit einer Schlüsselstärke von 256 Bit verschlüsseln, Snapshots erstellen oder Daten-Rsync auf einen anderen NAS replizieren. Mit Windows Backup und AppleTime Machine erstellte Sicherungen werden auch von FreeNAS verwaltet.


Welches Betriebssystem sollte es sein?

Es gibt verschiedene Arten von Betriebssystemen, die beim Zusammenbauen eines NAS-Servers verfügbar sind. Die bekanntesten sind:

 

Server-Betriebssysteme:

• Debian,

• Windows,

• Suse Linux,

• CentOS und

• Ubuntu.

 

NAS-Distributionen:

• FreeNAS,

• NAS4Free,

• Openmediavault,

• Openfiler und

• Rockstor

 

Hypervisoren:

• VMWare-Hypervisor

• Citrix XenServer




Der eigene NAS-Server

Installation und Einrichtung

Nachdem Sie den NAS-Server zusammengestellt haben, sollten Sie ihn wie folgt starten:

Wenn Sie den NAS erfolgreich zusammengebaut und mit dem Netzwerk verbunden haben, können Sie ihn direkt verwenden. Dazu müssen Sie über Ihren Browser eine Verbindung zum NAS herstellen.

Rufen Sie dazu in Ihrem Browser http://find.synology.com/ auf.

Klicken Sie dann auf „Verbinden“ und befolgen Sie die Anweisungen. Dort können Sie unter anderem einen Namen für den NAS angeben.

Nach erfolgreicher Einrichtung können Sie eine Verbindung zum NAS herstellen. Verwenden Sie entweder den Synlology Assistant oder geben Sie die NAS-Adresse ein, die Sie beim Setup in Ihrem Browser festgelegt haben.


FAZIT: NAS Server selbst gemacht

Zusammenfassend stellen wir fest, dass der hohe Zeitaufwand belohnt wird – mit niedrigen Kosten und einem flexiblen Betriebssystem, das Sie selbst anpassen können. Wenn Sie noch viele Komponenten zu Hause haben oder einen älteren Computer ausnutzen können, haben Sie eine besonders gute Karte.


Übersicht der Besteller 2019

 

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